FOLTERKNAST
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27.6.2010
Meute verletzt Polizisten teils schwer.
Erst schien
es ein Routineeinsatz der Polizei, dann wurde es ein
lebensgefährlicher Kampf gegen Gewalttäter:
Fünf Polizisten sind bei einer Auseinandersetzung mit
Schlägern in Hamburg zum Teil schwer verletzt worden.
Die Beamten wurden von einer Horde von 30 Jugendlichen und Erwachsenen
mit Steinen und Flaschen angegriffen und mit Schlägen und
Tritten malträtiert. Ein 46 Jahre alter Polizeibeamter erlitt
lebensbedrohliche Kopfverletzungen und liegt im Krankenhaus. 16
Randalierer im Alter zwischen 15 und 32 Jahren wurden festgenommen.
Nach Darstellung der Polizei war ein Streifenwagen wegen einer
angeblichen Schlägerei zum S-Bahnhof Neuwiedenthal im
Süden der Stadt gerufen worden. Die Beamten fanden nichts,
bemerkten aber einen 27 Jahre alten Mann, der sich
entblößte. Während sie den Mann
überprüften, wurden die Polizisten von der Menge
angegriffen.
Mehr als zwei Dutzend Streifenwagen waren nötig, um die
Situation in den Griff zu bekommen. Nach einem Haupttäter wird
noch gefahndet.
„Das Maß ist voll“
Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) erklärte, der brutale
und feige Angriff habe Empörung ausgelöst. Er zeige
einmal mehr, wie hilflos und desinteressiert Politiker hinter ihrer
Polizei stünden. Die Brutalität dieser
Straftäter sei unfassbar, sagte der DPolG- Landesvorsitzende
Joachim Lenders. Hier zeige sich, dass ein gewaltbereiter Mob die
Straße regieren könne, wenn die Polizei
zahlenmäßig unterlegen sei.
Der Hamburger Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU) erklärte:
„Das Maß ist voll. Wer Sprengsätze, Steine
oder Flaschen auf Polizisten schleudert, muss endlich die volle
Härte des Rechtsstaates konsequent zu spüren
bekommen.“ Der Vorfall belege die Notwendigkeit der von der
Innenministerkonferenz beschlossenen Strafverschärfung
für Gewalttaten gegen Polizeibeamte. Diese müsse
jetzt unverzüglich kommen.
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Diesen
Blödsinn erfuhren wir aus der
Presse. Aber jetzt sind Videos aufgetaucht, die etwas ganz anderes
zeigen. Ein Polizist hockt auf einem Mann und schlägt mit
seinem
Schlagstock auf die auf dem Boden liegende Person ein. Daraufhin kam es
zu Unmutsäußerungen der Umstehenden. Das
Video zeigt, wie der zweite
Beamte die
Umstehenden
aufstachelt mit Worten wie: "Kommt doch, kommt doch her ..."
Übrigens,
im Grundgesetz steht:
Art. 3 [Gleichheit vor dem Gesetz]
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
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Diese
Gleichheit existiert schon jetzt nicht. Wenn ein Bürger
unberechtigt
von Polizei angegriffen oder verletzt wird, dann wird der Angreifer
(wenn überhaupt) maximal wegen Körperverletzung
angeklagt.
Im
umgegehrten Falle gibt es eine Anklage wegen Widerstand gegen die
Staatsgewalt, und dafür ist das Strafmaß schon jetzt
wesentlich höher.
Ist also die blutende Nase eines Bürgers weniger wert, als die
blutende
Nase eines Beamten?
Das Grundgesetz lässt solch eine
Besserbewertung von Beamten nicht zu. Wenn überhaupt, dann
wäre
lediglich an eine Besserstellung des Bürgers
zulässig. Denn das
Grundgesetz kennt nur eine Obrigkeit.
Artikel
20
(2) Alle Staatsgewalt
geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und
Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der
vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
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Weshalb
also das Volk oder die Bürger dieses Volkes schlechter
behandelt
werden, weniger wert sein sollen, als Beamte geht aus dem Grundgesetz
nicht hervor!
Das Video zeigt, es gibt wirklich keinen
Grund für
eine rechtswidrige Strafverschärfung, sondern vielmehr sollte
endlich
mal konsequent gegen Prügelbeamte vorgegangen werden.
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