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2010.04.27
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| Rubrik |
| Politik |
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| Überschrift |
| Skandale und Pannen |
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Justiz in NRW
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Skandale und Pannen
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Seit dem Amtsantritt von Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter
(CDU) im Juni 2005 hat es eine Reihe von Skandalen und Pannen in der
nordrhein-westfälischen Justiz gegeben. Nachfolgend eine Auswahl der
Fälle.
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Frau Lüke, wenn Schwangere in Fesseln e
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November 2006: Im Siegburger Jugendgefängnis
foltern und vergewaltigen drei Häftlinge mehrere Stunden lang einen 20
Jahre alten Mithäftling. Anschließend zwingen sie ihr Opfer, sich zu
erhängen.
März 2007: Nach einem Sorgerechtsprozess vor
dem Amtsgericht Mönchengladbach bringt ein Mann seine Frau und deren
18-jährige Tochter um. Der Mann kommt unbehelligt ins Gericht, obwohl er
per Haftbefehl gesucht wird, unbehelligt verlässt er das Gericht wieder
- trotz eines Hinweises der Anwältin und einer Warnung des zuständigen
Richters an die Staatsanwaltschaft.
Oktober 2007: Einem 38-jährigen Häftling gelingt der Ausbruch aus
der Justizvollzugsanstalt (JVA) Krefeld – Gefängnisaufseher sollen ihm
bei der Flucht geholfen haben.
April 2008: Innerhalb einer
Woche begehen zwei jugendliche Gefangene in der JVA Siegburg
Selbstmord.
August 2008: In einen Hochsicherheitstrakt der
JVA Bielefeld ist über einen längeren Zeitraum Sprengstoff
einschmuggelt und unbemerkt in der Zelle eines Straftäters aufbewahrt
worden.
November 2008: Einem 37-jährigen Häftling gelingt
die Flucht aus der JVA Willich-Anrath, indem er sich in einem Pappkarton
auf der Ladefläche eines Speditions-Lastwagens versteckt.
Dezember
2008: Panne im Steuerhinterziehungsfall des ehemaligen
Post-Vorstandsvorsitzenden Klaus Zumwinkel – der zuständige Amtsrichter
hat den Durchsuchungsbefehl einen Tag zu spät unterzeichnet, als dass
die Zumwinkel vorgeworfene Steuerhinterziehung für das Jahr 2001 vor
Gericht verhandelt werden könnte - sie ist verjährt. Es geht um 214.000
Euro.
Dezember 2008: In der JVA Gelsenkirchen wird
bekannt, dass im Frühjahr 2008 ein junger Häftling von zwei Mitinsassen
über Tage brutal geschlagen und sexuell missbraucht wurde. Einer der
Täter habe den jungen Mann auch zum Selbstmord zwingen wollen. Laut
Medienberichten soll es in der JVA regelmäßig zu Gewalttaten kommen.
Juli 2009: Es wird bekannt, dass das Oberlandesgericht Düsseldorf
einen mutmaßlichen Sexualstraftäter aus Viersen aus der
Untersuchungshaft entlassen hatte. Der Leiter der Staatsanwaltschaft
wird mit sofortiger Wirkung abberufen.
November 2009: Zwei
unter anderem wegen Mordes und versuchten Mordes verurteilte Straftäter
brechen aus der JVA Aachen aus; erst nach drei bzw. fünf Tagen Flucht
werden sie wieder gefasst.
Anfang Januar 2010: Durch
Zufall wird bekannt, dass vier junge Häftlinge im Sommer 2009 einen
Mitgefangenen in der JVA Herford gequält haben sollen.
Müller-Piepenkötter soll bereits seit August 2009 von dem Fall gewusst
haben.
Mitte Januar 2010: Es wird bekannt, dass ein
21-Jähriger bereits im Juni 2008 einen 17-Jährigen Zellgenossen im
Düsseldorfer Jugendgefängnis vergewaltigt haben soll. Ebenfalls Mitte
Januar gelingt zwei Häftlingen in der JVA Münster die Flucht. Sie
entkommen durch ein Toilettenfenster und gelangen über das Anstaltsdach
ins Freie.
April 2010: Ein Häftling in der JVA Remscheid
tötet erst seine Freundin und versucht dann, sich selbst umzubringen.
Nach Ablauf der Besuchszeit kontrollieren Justizbeamte den Raum, in dem
Häftlinge mit ihren Partnern ohne Überwachung zusammen sein können. Der
Notarzt kann nur noch den Tod der Frau feststellen. |
| osk/dpa |
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siehe auch Artikel
Amnesty International |
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